Die Kornbrennerei

Die Kornbrennerei wurde im Jahr 1801 von Johann-Ernst Schierhölter gegründet. Die ursprüngliche Absicht war wohl, die beim Brennen von Getreide anfallenden, sehr nährstoffreichen Rückstände, die sog. Schlempe, bei der Viehmast zu verwenden. In dieser Gegend sind die Ackerböden nicht so ertragreich und waren vor Erfindung des Kunstdüngers wohl derart ertragsarm, daß es schwierig war, ausreichend Futter zu ernten, um das Vieh auch im Winter zu füttern. Hier war die Schlempe eine willkommene Ergänzung, da fast immer während der Wintermonate gebrannt wurde. Mit dieser Futtergrundlage konnte mehr Vieh gehalten werden. Mehr Vieh bedeutete gleichzeitig mehr Mist und damit mehr Dünger für den Acker. Mehr Dünger wiederum führte zu höheren Ernteerträgen. Der anfallende Alkohol wurde zunächst in Gastwirtschaften der näheren Umgebung vermarktet. Nach und nach erweiterten sich Absatzgebiet und Kundenstamm - heute werden Handel und Gastronomie im Umkreis von etwa 100 km um den Standort Glandorf beliefert.

Schierhölter ist einer der ganz wenigen Spirituosenhersteller in Deutschland, der seinen Korn im traditionellen zweistufigen Brennverfahren nicht nur vollständig selber brennt, sondern darüber hinaus auch noch auf eigener Rohstoffbasis (d.h. selbst angebautem Getreide) arbeitet. Weniger als 2% des deutschen Korns werden überhaupt noch so hergestellt. Deutlich mehr als die Hälfte des pro Jahr in Deutschland hergestellten Korns kommt aus den Anlagen nur einer (!) industriellen Brennerei, der Rest aus aus wenigen in privater Hand befindlichen Großbrennereien.

Betriebsbesichtigungen

Machen Sie sich selber ein Bild davon, wie wir unseren Korn herstellen. Gruppen von 15 bis 35 Personen sind herzlich eingeladen, nach telefonischer Terminabstimmung die Brennerei und den Spirituosenbetrieb zu besichtigen.

Das Besichtigungsprogramm dauert etwa 2 ½ - 3 Stunden und umfaßt einen Rundgang durch die Betriebe sowie die Verkostung unserer Produkte.

Die Landwirtschaft

Der landwirtschaftliche Betrieb läßt sich bis in das Jahr 1642 zurückverfolgen. Seinerzeit wurden die Hofstelle - der Schierholt - und der darauf wohnende Besitzer Eberhard zum Brockhause erstmals urkundlich erwähnt. Im Laufe der Zeit wurde dann der Name der Hofstelle als Familienname übernommen – den Schierholt bewirtschaftet seit Anfang des 18. Jahrhunderts der Schierhölter.

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